PASS Partei d. Arbeitswilligen u. Sozial Schwachen

Bundesgerichte

Die rechtsprechende Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland obliegt nach Art. 92 GG dem Bundesverfassungsgericht (Sitz Karlsruhe), dem Gemeinsamen Senat und den im Grundgesetz vorgesehenen obersten Gerichtshöfen des Bundes sowie sonstigen Bundesgerichten und den Gerichten der Länder. Für das Gebiet der ordentlichen, der Verwaltungs-, der Finanz-, der Arbeits- und der Sozialgerichtsbarkeit sind nach Art. 95 GG oberste Gerichtshöfe errichtet worden: der Bundesgerichtshof (Sitz Karlsruhe), das Bundesverwaltungsgericht (Sitz Leipzig), der Bundesfinanzhof (Sitz München), das Bundesarbeitsgericht (Sitz Erfurt) und das Bundessozialgericht (Sitz Kassel). Auf Grund der Ermächtigung in Art. 96 I GG wurde durch §§ 36b ff. des Patentgesetzes für Angelegenheit des gewerblichen Rechtsschutzes das Bundespatentgericht (Sitz München) als selbständiges und unabhängiges Bundesgericht errichtet. Ferner wurden auf Grund des Art. 96 IV GG Bundesdisziplinargerichte geschaffen. Nach Art. 96 II GG kann der Bund Wehrstrafgerichte für die Streitkräfte als Bundesgericht einrichten. Alle übrigen Gerichte sind Gerichte der Länder. Ausnahmsweise können nach Art. 96 V GG Gerichte der Länder durch Bundesgesetz ermächtigt werden, in Strafverfahren wegen Friedensverrats und in Staatsschutzsachen Gerichtsbarkeit des Bundes auszuüben ("Organleihe"; wichtig für die Mitwirkung des Generalbundesanwalts und für das Begnadigungsrecht); vgl. § 120 GVG.